Violett

Violett, Lila, Purpur, Pink, Flieder, Amethystfarben, Aubergine, Lavendel, Magenta, Ultramarinviolett, Veilchen...

Ein bißchen Theorie

Violett ist die 7. Farbe im Regenbogen und liegt am kurzwelligen Ende des sichtbaren Spektrums. Bei Wellenlängen ab etwa 380 nm und kleiner grenzt der Bereich des ultravioletten Lichtes an,  auch deshalb gilt Violett als "kühle" Farbe. Manche Menschen behaupten, auch mit mit geschlossenen Augen zu spüren, welche Farbe sie tragen, weil sie die "Temperatur" fühlen.

 

Aufgrund der aufwändigen und teuren Herstellung galt Purpur schon immer als die Farbe der Extravaganz, extravaganter als Gold. Die Farbe wurde aus dem farblosen Schleim, den die Purpurschnecken an der Innenwand der Kiemenhöhle absondern, hergestellt. Besonders geschätzt wurde der Purpur aus  aus den Städten Tyrus und Sidon in Phönzien (im heutigen Libanon). Lange Zeit war diese Farbe nur besonderen Personen wie Kaisern, Königen, dem Papst und Bischöfen vorbehalten. Da die synthetische Herstellung äußerst kompliziert ist, konnte echtes Purpur bis heute seine Exklusivität bewahren.

Farbwirkung

Purpur ist eine Farbe der Macht, auch der Theologie und damit der Demut. Violett wird als Farbe der Extravaganz empfunden. Violett ist das Unkonventionelle, das Originelle und Kreative. Wer violett trägt, will auffallen. Violett ist eine Farbe der Gegensätze.

  • Helle Violettöne wirken sensibel, feminin und einfühlsam. Helle Töne unterstreichen grundsätzlich eine jugendliche Ausstrahlung und machen jünger.
  • Mittlere Violettöne wirken spirituell, zurückhaltend und ungewöhnlich. Die Kombination mit anderen Farben können die Aussage verändern. Farben wie grau, creme, weiß mildern die Aussage, ein Kombination mit schwarz verstärkt die Aussage.
  • Dunkle Violettöne sind Signalfarben. Sie wirken extravangant, präsent und geheimnisvoll. Der passende farbliche Partner ist Schwarz. Perfekt also für den großen Auftritt und eine Alternative zu dem Signal- oder Ferrarirot, das eher von  jüngeren Frauen bevorzugt wird.

"Lila, der letzte Versuch". Im Sprachgebrauch existiert eine alte Redensart, die das letzte Aufflackern sexuellen Begehrens meint. Früher war Lila, das durch Weiß geschwächte Violett, die Farbe unverheirateter Frauen, die dem Rosa bereits entwachsen waren, sich aber für den Markt der Eitelkeiten noch nicht zu alt fühlten. Dieses Image verstärkt sich in der Farbkombination mit Braun und Gold.

Neben der kirchlichen Demut besteht auch ein Bezug zu Gewalt, siehe "violence" und oder auch das blaue Auge, das "Veilchen". Violett ist eine doppeldeutige Farbe, eine Münze mit den zwei Seiten.

Veilchen und Flieder

In den meisten Sprachen sind die Farbnamen für Lila und Violett identisch mit den wenigen Blumen, die violett oder lila sind. "Violet" bzw. "violette" sind Veilchen in der englischen und französischen Sprache. Die deutschen "Veilchen" gehört ebenfalls zum Farbnamen Vilolett. Flieder ist lila (englisch: lilac, französisch: lilas).  Auch die Aubergine gibt dem Violett einen Namen.

Was es sonst noch von Lila zu wissen lohnt...

Violett ist auch die Farbe, mit der man Reinigungsprozesse in Gang setzt. Dies gilt sowohl bei körperlichen Blockaden als auch bei psychischen Unklarheiten.

Violett werden schmerzstillende Eigenschaften zugesprochen. Farbtherapeuten setzen Violett beispielsweise bei Migräne ein.

Violett  soll den gesunden Schlaf fördern. Sie gilt als die Heilfarbe des Geistes und stärkt angeblich die Hirnaktivität.

Violett steht im Ruf, uns Gelassenheit, Ruhe, Entspannung und Selbstsicherheit zu schenken.